„Weg vom Fenster“ Solothurner Filmtage

 


«Weg vom Fenster» Solothurner Filmtage

Er arbeitete sich fast zu Tode ….

Zehn Jahre lang hat Manager Matthias Nyffeler die Arbeitsdosis gesteigert. Dann brach er auf einer Raststätte zusammen. Nun kommt seine Geschichte ins Kino, weil sie für die Situation von vielen Führungskräften bezeichnend ist.

«Auch noch nach dem Burn-out habe ich verbissen gegen das Gefühl angekämpft, nichts wert zu sein», sagt er. Sein Grossvater habe in dieser Hinsicht die Messlatte hoch gelegt: Nachkriegskind, in jungen Jahren von einem Lastwagen angefahren, sich trotz Narben behauptet als Ingenieur im Beruf, Offizier im Militär, Unternehmer, hohe Ansprüche an sich und sein Umfeld; Leistungsbereitschaft ohne Ende. Er, der Enkel, hat das perfektioniert und in einem umkämpften Markt fast Unmögliches geschafft. Er habe dem erkrankten Inhaber alle Arbeit abgenommen, und ist dann doch nicht zum Zug gekommen bei der Nachfolge.

Dazu ist zu sagen, dass wir heute unsere Kinder bereits auf Leistung drimmen in vielerlei Hinsicht. Ich denke momentan vorallem auch aus Angst, damit sie einen guten Platz im ungewissen Arbeitsmarkt ergattern können, aus lauter Fürsorge.

Nach dem Zusammenbruch im letzten Jahr las Matthias N. das Buch «5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen». Die australische Palliativpflegerin Bronnie Ware schildert darin, dass die meisten Menschen am Lebensende damit hadern, nicht ihr Leben gelebt haben. Das Buch zeigte ihm nochmals deutlich, wie sehr er sich selbst über den beruflichen Erfolg definiert und mit andern gemessen hatte und wie wenig das, wofür er sich angeblich aufgeopfert hatte, am Ende zählte: Auto, Haus, Ferien …..

Die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen:

  • «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben» 

Sie hatten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht und mussten mit der Gewissheit sterben, dass sie selber dafür verantwortlich waren: Weil sie gewisse Entscheidungen gefällt oder eben nicht gefällt hatten. Statt auf ihre eigenen Bedürfnisse zu hören, hatten sie das Leben gelebt, das andere von ihnen erwartet hatten.

  • «Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet» 

Sie bereuten ausnahmslos so viel Zeit ihres Lebens in den Tretmühlen der Arbeitswelt verbracht zu haben.

  • «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken» 

Sie gaben sich mit einem mittelmässigen Dasein zufrieden und konnten sich nie zu jenem Menschen entwickeln, der sie wirklich sein wollten. Ich denke, viele Krankheiten sind auf diese Verbitterung und Unzufriedenheit zurückzuführen.

«Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben»

«Viele erkannten erst in ihren letzten Wochen, wie wertvoll ihre Freundschaften waren. Aber sie waren dermassen von ihrem Leben eingespannt gewesen, dass sie ihre Freunde während Jahren vernachlässigt oder ganz aus den Augen verloren hatten.

«Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein»   Sie sind zu wertvoll, um es nicht zu tun!

Also: Halten Sie inne • treten Sie raus • ziehen Sie Bilanz • sortieren Sie sich neu ohne blinde Flecken • bestimmen Sie Werte, die es wert sind • tanken Sie echtes Empowerment • mit mir, Ihrem Coach. Sie finden mich unter Tel. 062 776 5684, www.smico.ch oder rita.ruhstaller@smico.ch.

Sogar wenn im privaten Leben Brüche passieren, schaffen sie es nicht von alleine aus ihrem Hamsterrad auszubrechen. Doch in einem Hamsterrad gibt es keine Kreativität oder Innovation, keine Werte und keinen echten Austausch mit dem Umfeld. Darin gibt es nur wenig Fortschritt und Weiterentwicklung, der sich vor allem darum dreht, wie das Rad schneller laufen könnte.

In Coachings und Workshops ermutige ich Personen mit Verantwortung, die unter Druck stehen, inne zu halten, Bilanz zu ziehen und etwas zu verändern, wenn das was sie tun, keinen Sinn mehr ergibt. Viele Führungspersonen haben zwar ehrgeizige Ziele, aber wenig Ahnung von sich selber, den Wahrheiten des Lebens und von partizipativer Kultur. Oft überarbeiten sie sich permanent aus lauter Angst, sonst nicht mehr zu genügen und verursachen bei sich selbst und anderen Kollateralschäden. Sie fällen wichtige Entscheide, aber um die zentrale Fragen des Lebens machen sie sich wenig Gedanken.

So viele Menschen realisieren erst am Ende, dass das Glücklichsein eine persönliche Wahl ist. Statt sich für das Glück zu entscheiden, bleiben viele in alten Mustern und Gewohnheiten gefangen. Die Angst vor Veränderung brachte sie so weit, während Jahren ihrem Umfeld und auch sich selber vorzugaukeln, dass sie zufrieden mit ihrem Leben seien. Obwohl sie sich tief in ihrem Innern danach sehnten, von Herzen zu lachen und wieder echten Spass in ihr Leben zu lassen.

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