Selbstmotivation ist zwar unverzichtbar, sollte aber nicht die Basis für unser Leben bilden

Viele strengen sich an, der zu sein, der sie sind. Viele Mitarbeitende übernehmen beispielsweise immer wieder unangenehme Aufgaben, um einen guten Eindruck zu machen und werden später trotzdem nicht berücksichtigt oder gefördert.

In solchen Augenblicken nehmen wir Selbstüberwindung und Mühsal auf uns, um ein Ziel zu erreichen und dafür eine entsprechende Belohnung zu erhalten. Diese Belohnung ist in der Zukunft, meist fremdabhängig und es gibt keine Garantie dafür, dass wir sie auch erhalten.

Wir motivieren uns dann selbst, obwohl sich eigentlich unser Innerstes gegen ein geplantes, meist fremdbestimmtes Ziel wehrt. Wir zwingen uns, etwas Bestimmtes zu tun, das sich an Vernunft und Notwendigkeit orientiert. Dann unterdrücken wir die innere Unlust und brechen den inneren Widerstand. Wir arbeiten gegen uns selbst und investieren die meiste Kraft in die Selbstüberwindung. Doch für die Handlung an sich bringen wir so noch weniger Energie auf.

Ausserdem bringt Selbstmotivierung mit sich, dass unser Blick stets in die Zukunft gerichtet ist. Das Hier und Jetzt wird nicht ausgekostet, weil das Gute erst für später erwartet wird. Lebendigkeit und ein erfülltes Leben finden jedoch in der Gegenwart statt. Wer sich oft selbstmotiviert schiebt sein Glück und sein Leben auf später auf. “Später, wenn dann alles gut ist, kann ich so leben …“

Also was tun? Natürlich gibt es immer mal wieder Situationen, in denen Selbstmotivation angesagt ist. Die Fähigkeit zur Selbstmotivierung ist zwar unverzichtbar, sollte aber nicht die Basis für unser Leben bilden. Ist keine Energie und Freude vorhanden, sollten wir uns fragen: Lohnt das Ziel die Mühe? Oder funktionieren wir nur wie gewohnt? Warum ist das Ziel für mich nicht erstrebenswert und lohnenswert genug? Vor allem sollten wir uns bewusstwerden, aus welcher inneren Einstellung wir handeln. Entspricht sie mir oder ist sie das unbewusste Produkt vieler verschiedener Erfahrungen und Erwartungen?

Denn wenn wir etwas tun, das uns selbst wichtig ist, um Sinnhaftigkeit zu erleben, um Spass zu haben, um uns zu entfalten, uns weiter zu entwickeln oder unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit auszuleben, dann haben wir Kraft, Energie und Freude. Für ein Ziel, das uns erstrebenswert und lohnenswert scheint, sind wir bereits hoch motiviert.

Verwenden wir doch grössere Sorgfalt darauf, dass Freude und Befriedigung entsteht; sei es bei der Arbeit oder im Lebensalltag. Wir können gezielter unsere Werte einbringen und Spielräume nutzen, indem wir Raum einnehmen. Wir können uns von alten Gewohnheiten und Überzeugungen trennen,  uns bewusst auf etwas einlassen, Herausforderungen annehmen und Experimente machen. Es gibt viele Wege, wenn wir es nur wagen, wahrhaft lebendig zu sein.

Ändern Sie das und machen Sie die ersten Schritte dazu. Werden Sie mehr zu dem Menschen, der Sie sein können und wollen. Gestalten Sie Ihr Leben und Ihre Arbeit aktiv. Beispielsweise könnten Sie sich mit jemandem, der Ihnen nahesteht, zusammentun und sich darin gegenseitig unterstützen. Oder den Weg mit einem Coach wie mir unter die Füsse nehmen.

Es macht mir Freude, Sie zu begleiten!

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